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11.000 Kinder

Im Gegensatz zur französischen Eisenbahngesellschaft SNCF haben sich weder der Vorgängerbetrieb Deutsche Bundesbahn noch die Bahn AG auf ihren Bahnhöfen ihrer dunklen Vergangenheit gestellt. SNCF hat eine von Beate und Serge Klarsfeld erstellte Ausstellung über die Deportation jüdischer Kinder aus Frankreich mit dem Titel „11 000 jüdische Kinder – Mit der Reichsbahn in den Tod“ auf 20 größeren Bahnhöfen in Frankreich gezeigt. Der Aufforderung, dem französischen Beispiel zu folgen, ist die Bahn nicht gefolgt, weil dafür weder finanzielle noch personelle Mittel zur Verfügung stünden. Die Begründung erstaunt.  Nach Medienberichten erzielte die Bahn 2005 einen  Gewinn von 448 Millionen Euro und erwartet für die Jahre 2006 und 2007 eine Gewinnsteigerung von 15 bis 20 Prozent. Über die endgültigen Kosten des Berliner Bahnhofsbaus hüllt sich die Bahn noch in Schweigen. Der „Tagesspiegel“ schrieb von einem „700-Millionen-Euro-Schmuckstück“.

Das Forum Justizgeschichte hat sich neben andern Initiativen und Einzelpersonen dafür eingesetzt, dass die Bahn AG sich doch dieser Vergangenheit stellt.

Wir dokumentieren hier die Aktivitäten des Forum und weisen auf einige Links hin.

 

Die Bahn bewegt sich? Langsam

Auf unsere Nachfrage vom 20.06.06 hat uns Frau Dr. Kill von der Bahn AG am 23.06.06 angerufen und mitgeteilt, dass die mit dem Zentralrat der Juden und dem Verkehrsministerium anvisierten Gespräche Mitte Juli stattfinden würden.

Wir werden weiter berichten und sehen, was tatsächlich umgesetzt wird und was gegebenenfalls dabei rauskommt.